Gedächtnisprotokoll

Ein Gedächtnisprotokoll ist eine Möglichkeit, ein Geschehen dem Vergessen zu entreißen.

Gerade in Streitfällen kann ein solches Protokoll eine gute Hilfe sein. Vor allem dann, wenn die Lehrer hoffen, daß sich möglichst bald keiner mehr daran erinnern kann, was genau geschehen ist.

Das Gedächtnisprotokoll dient auch demjenigen, der sich zur Wehr setzen will. Häufig vergißt man im Laufe der Zeit Einzelheiten oder bringt sie durcheinander. Die Erinnerung ist eine trügerische Sache.

Wenn der andere Beteiligte das Protokoll akzeptiert, hat man ein Dokument, das für die Klärung des Konfliktes, wie ein Beweis behandelt werden kann. (Wenn er widerspricht, kann umgekehrt vielleicht aufgeklärt werden, daß es nur ein Mißverständnis war.)

Natürlich muß man kein Gedächtnisprotokoll anfertigen. Und wenn man es getan hat, muß man es dem Streitpartner nicht schicken, da sich dieser dadurch unter Druck gesetzt fühlen könnte. Aber wenn man sich zum Protokoll entschließt, dann sollte man es sobald wie möglich anfertigen und dabei folgende Sachen beachten.

Elemente eines Gedächtnisprotokolls:
Alles aufschreiben, was geschehen ist. Nichts von Bedeutung weglassen. Auch Vorgeschichte einbeziehen. Zeitliche Reihenfolge streng einhalten.Genaue Uhrzeit / Datum aufschreiben.
Beteiligte Personen benennen. Gegebenenfalls Beweismittel aufführen (Zeugen, Zettel, Material).
Nur Fakten aufzählen. Keine Meinungen. Unterschrift mit Datum (Zeitpunkt des Protokollschreibens)
Ein Gedächtnisprotokoll ist an keine äußere Form gebunden. Es soll auch Außenstehenden vermitteln, wie das Ereignis passiert ist.





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